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BODIES IN—BETWEEN: virtuelles Filmprogramm aus Deutschland und der arabischen Region

Ein Filmprogramm mit 12 Filmen, die individuelle Schicksale von Protagonisten aus Deutschland und dem arabischen Raum zeigen, die sich in Grenzräumen bewegen und auf der Suche nach Selbstverwirklichung sind. Kuratiert von Iskandar Abdallah, thematisieren die Filme aus den beiden geographischen Kontexten Entfremdung, Immigration, Grenzen, familiäre Beziehungen und dem Dazwischensein. Dennoch versucht das Programm nicht, einen Vergleich zwischen den stark unterschiedlichen Milieus zu unternehmen.

 

Curatorial note

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist das Kino ein wichtiger Ort für die Darstellung und Verhandlung alternativer Formen der Liebe, nicht-normativer sexueller Praktiken und Identitäten. Während viele Filme zur Stereotypisierung und Stigmatisierung beitrugen, indem sie gesellschaftliche Konventionen und politische Vorstellungen von "idealen" Körpern und "richtigen" Wünschen reflektierten, gab es auch Filme, welche sich im Gegensatz zu diesen Konventionen positionierten. Sie stellten den normativen Konsens in Frage und entwarfen neue Möglichkeiten der Verkörperung, Identifikation, des Zeigens von Zuneigung und der Suche nach Intimität. 

Das deutsche Kino präsentierte den ersten Film zum Thema Nicht-Normativität im Jahr 1919 mit Anders als die Anderen von Richard Oswald. Oswald schrieb den Film gemeinsam mit dem berühmten Arzt Magnus Hirschfield, der ebenfalls Pionier für die Rechte alternativer  Sexualität war. Dagegen wagte sich das arabische Kino 1954 mit Miss Hanafi von Fatin Abdelwahab an eine Transgender-Hauptfigur. Der Film gilt als einer der frühesten Filme, die sich mit Transgender-Identitäten weltweit auseinandersetzt. 

Mit dem Fokus auf aktuelle Produktionen und ein paar wegweisende Klassiker wollen wir in diesem Filmprogramm deutsche und arabische Repräsentationen von nicht-normativen Identitäten ins Gespräch bringen. Die Auswahl umfasst Filme unterschiedlicher Genres und Stile, die einer ähnlichen Fragestellung nachgehen: Wie werden queere Sehnsüchte und Verkörperungen angesichts von sozialem Druck und patriarchalen Normen verhandelt? Wie werden queere Identitäten behauptet? Neben diesen Fragen geht es auch darum, wie Queerness jenseits von Identität Gestalt annehmen kann; in Formen von Intimität und Zuneigung, die - oft auf dekodierte oder zweideutige Weise - konventionelle Skripte von Liebe, Kernfamilie, ehelichen Beziehungen und Geschlechterdichotomie stören. 

Deutsche und arabische Erfahrungen in einem Filmprogramm nebeneinander zu stellen, bedeutet nicht, Vergleiche um der Feststellung oder Verschleierung der Differenz willen anzustellen, sondern es ist der Versuch, Queerness als gemeinsame Bedingung des Dazwischenseins und als Erfahrung der Entfremdung zu verstehen. Die Protagonisten der ausgewählten Filme bewohnen Grenzräume zwischen Heimaten und Identitäten, die sie als Schlachtfelder zurückerobern, um das Selbst neu zu definieren, Normen zu verhandeln und mit Binaritäten zu brechen. In den ausgewählten Filmen entfaltet sich Queerness in Momenten des Konflikts mit gesellschaftlichen Erwartungen, mit Machtverhältnissen oder auch mit den eigenen Überzeugungen. Diese Momente erzeugen ein Gefühl der Entfremdung, das das Selbst dazu drängt, seine Besonderheit zu erkennen, aber auch neue Möglichkeiten bietet, sich gerechtere und freiere Lebensweisen vorzustellen; sich die Welt neu vorzustellen.  Die Entfremdung und der Schwellenzustand als queere Bedingungen bleiben dennoch durch Kultur, Geschichte und politischen Kontext bedingt. Die Besonderheiten im Ausdruck von Sexualität und im Erzählen von Queerness werden auch in den ausgewählten Filmen deutlich und zeigen die Eigenheiten queerer Erfahrungen im jeweiligen deutschen und arabischen Kontext.

 

Zur Filmauswahl

FUTUR DREI (2020) von Faraz Shariat erforscht Queerness in Bezug auf das Exil und schildert eine romantische Begegnung, die von der gemeinsamen Suche nach Heimat und den eigenen Wurzeln getragen wird. Doch Liebe und Freundschaft scheinen in dem Moment zu zerbrechen, in dem klar wird, wie weit die Liebenden voneinander entfernt stehen. Auch SALVATION ARMY (2013) des marokkanischen Schriftstellers und Filmemachers Abdellah Taïa und NEUBAU (2020) von Johannes Maria Schmit beschäftigen sich mit den Fragen von Heimat und Zugehörigkeit. Taïas Film - basierend auf seinem eigenen Roman - stellt die Kämpfe des erwachsenen Abdellahs im Genfer Exil seinem Leben als Teenager in Casablanca gegenüber, wo sich seine sexuellen Wünsche zu entfalten begannen, wo er aber auch unter den Folgen von Ablehnung und Unterdrückung zu leiden hatte. In NEUBAU (2020) ist Markus hin- und hergerissen zwischen der Liebe zu seiner dementen Großmutter, die im Dorf lebt und seine Pflege benötigt, und seinen Träumen, nach Berlin zu ziehen und dort ein selbstbestimmtes Leben zu führen. In diesem Moment begegnet er einer jungen vietnamesischen Technikerin, die neue Herausforderungen in sein monotones Leben bringt. Ähnliche Spannungen zwischen einem queeren Stadtleben und einem queeren Leben auf dem Dorf werden auch in LANDRAUSCHEN (2018) von Lisa Miller eingefangen. Dort sehen wir Toni, die ihr kosmopolitisches, turbulentes Leben in Berlin im Gegenlast zu Markus in NEUBAU verlassen muss, um in ihren kleinen bayerischen Heimatort zurückzukehren und Erbschaftsangelegenheiten zu regeln. In dieser provinziellen Umgebung verstärkt sich ihr Gefühl der Entfremdung und des Unbehagens, doch zum Glück trifft sie Rosa, durch die sie ihren Heimatort neu kennenlernt und eine verrückte Selbstfindungsreise durchläuft.

In den ausgewählten Filmen bieten Freundschaft und Liebe alternative Horizonte der Zugehörigkeit und Zufluchtsorte vor Entfremdung. Für Amina in UPON THE SHADOW (2017) entsteht ein Gefühl von Heimat dort, wo ihre Freunde sind. Sie teilen die Erfahrung von Entfremdung und Ablehnung durch Familie und Gesellschaft. Dagegen führt Noras Liebe zu Romy in KOKON (2020) dazu, dass sie für sich selbst einzustehen lernt. Sie hilft ihr, ihre Ängste zu überwinden und Berlin mit neuen Augen zu sehen. 

Das Filmprogramm umfasst auch zwei Filmklassiker: den tunesische Film MAN OF ASHES (1986), der erste Spielfilm von Nouri Bouzid und WESTLER (1985) von Wieland Speck. In Bouzids Film folgen wir der Geschichte von Hachimi, der gefangen ist zwischen belastenden Erinnerungen, die seine Sexualität heimsuchen, und den Ängsten vor der Zukunft in einer Gesellschaft, die von maskulinen Konventionen und den Normen von Familie und Ehe beherrscht wird. Specks Film führt uns in die geteilte Stadt Berlin in den 80er Jahren, in der sich eine Geschichte zwischen zwei Männern entfaltet, obwohl die Mauer ihre Schicksale auseinander zu ziehen droht.  

Mit einer Auswahl von vier libanesischen Kurzfilmen steht das libanesische Kino im Fokus dieses Programms. Die Filme geben Einblicke in die zeitgenössische Artikulation von Queerness vor Ort sowie darüber, wie queere Liebe mit den politischen Kämpfen in der Region verwoben ist. Letzteres ist vor allem in Roy Dibs Film MONDIAL 2010 zu sehen. 

Wir wünschen Ihnen viel Spass mit unserem Programm!

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